Sébastien Soulès

Bariton


In eine Mathematiklehrerfamilie hineingeboren hat mich die Pädagogik von Anfang an begleitet. Im Alter von 14 Jahren gab ich meinen ersten Unterricht als...Mathematiklehrer! So war es ebenfalls ganz natürlich für mich, zehn Jahre später als professioneller Sänger, Gesangsunterricht zu geben, zunächst privat, anschließend als Professor. Auch heute noch unterrichte ich Musikbegeisterte und bereite angehende Studenten der Universität für Musik und Darstellende Kunst Wien (mdw), Privatuniversität der Stadt Wien Musik und Kunst (MUK) auf die Aufnahmeprüfungen vor.

Die Schlüsselwörter sind für mich Erfahrung und Vermittlung: Nach fast 20 Jahren auf der Bühne, Dutzenden von Rollen, Hunderten von Gesangskollegen und anderen Bereicherungen, ist es all diese gesammelte Erfahrung, die ich teilen und an diejenigen weitergeben möchte, die sich für Musik begeistern. Es ist daher eine Freude, an diesem Projekt teilzunehmen, um ein breites Publikum von Musikliebhabern zu erreichen.

Prof. Sébastien Soulès wurde in Orléans (Frankreich) geboren und studierte Gesang am Conservatoire National Supérieur de Musique de Paris, sowie an der Hochschule der Künste in Berlin bei Prof. Harald Stamm. Er hat ebenfalls Meisterkurse bei Walter Berry, Dietrich Fischer-Dieskau, Brigitte Fassbaender und Jose van Dam absolviert. Zuletzt war er unter anderem in der Titelrolle von Enescus „Oedipe“ am Theater Altenburg-Gera, als Vicomte de Fontrailles in Gounods "Cinq-Mars" an der Oper Leipzig, als Kaspar in "Der Freischütz" an der Bühne Baden sowie als Scarpia in Puccinis "Tosca" und als Golaud in "Pélleas et Mélisande" am neuen Opernhaus Linz und in der Titelrolle von Bergs "Wozzeck" am Theater Augsburg überaus erfolgreich.

Bei folgenden Auftritten hat Prof. Soulès ebenfalls brilliert: als Hidraot in Glucks "Armide“ in Bern, als "Der Mann von La Mancha" (Don Quijote) in Biel, als Kurwenal am Teatr Wielki Warschau, als Ruprecht in "L'ange de Feu" von Sergej Prokofiev in der Inszenierung von Silviu Purcărete beim renommierten Opernfestival in Miskolc/Ungarn, als Graf Homonay in Strauß' "Der Zigeunerbaron" bei den Festspielen Langenlois, in "Displace" beim Festival Musiktheatertage Wien und am Teatro Real Madrid.

In der Saison 2012/13 war Prof. Sébastien Soulès laut einem Residenzvertrag an der Volksoper Wien angestellt und debütierte in derselben Spielsaison als Fliegender Holländer in Hildesheim. Darüber hinaus trat er in der Uraufführung von Join bei den Wiener Festwochen auf. Außerdem konzipierte der Bariton die Rolle des Popolani ("Barbe-Bleue", Offenbach) bei der Styriarte Graz unter Nikolaus Harnoncourt.

2011/2012 sang Prof. Soulès die Titelrolle in Friedrich Cerhas "Baal“ in Wien und in Konzerten mit einer Auswahl von Liedern aus Mahlers „Des Knaben Wunderhorn“ mit dem Orchestra di Padova e del Veneto. In derselben Spielsaison debütierte der Bariton an der Volksoper Wien. Weiters war er als Scarpia in "Tosca" in einer Produktion des Landestheaters Niederbayern und als Graf ("Le Nozze di Figaro") beim Festival d'Antibes zu erleben.

Prof. Sébastien Soulès ist Preisträger des Willi-Domgraf-Fassbaender-Wettbewerbs von München.

Der Unterricht kann auf Französisch, Italienisch, Deutsch oder Englisch stattfinden.